Die ANI Charity Foundation Deutschland e.V. hat in Hamburg ein wirkungsvolles zweitägiges Event durchgeführt, um über weibliche Genitalverstümmelung/Beschneidung (FGM/C) aufzuklären, Überlebende zu unterstützen und zur Abschaffung dieser Praxis beizutragen. FGM/C ist eine schädliche traditionelle Praxis, die die Menschenrechte von Mädchen und Frauen verletzt. Weltweit sind Millionen betroffen, und durch Migration tritt das Thema zunehmend auch in Europa in Erscheinung. Allein in Deutschland leben schätzungsweise 75.000 betroffene und 20.000 gefährdete Frauen und Mädchen, von denen viele Schutz, Informationen und Zugang zu Unterstützungsangeboten benötigen.
Das Projekt zielte darauf ab, geflüchtete und zugewanderte Frauen zu informieren, zu stärken und zu schützen, indem Überlebende als Expertinnen und Botschafterinnen für Veränderung eingebunden wurden. Durch die Schaffung eines sicheren Raums für offenen Austausch sollten Tabus gebrochen, sozialer Druck reduziert, die rechtliche Lage in Deutschland erklärt und der Kinderschutz in den betroffenen Gemeinschaften gestärkt werden.
Ein Workshop brachte 50 Überlebende von FGM/C mit medizinischen, psychologischen, wissenschaftlichen und gemeindebasierten Expertinnen zusammen. Darüber hinaus fand eine große öffentliche Veranstaltung für neu zugewanderte Migrantinnen in Hamburg statt, bei der Fachkräfte vom Family Planning Center über FGM/C, Schwangerschaft sowie verfügbare Unterstützungsangebote informierten. Insgesamt nahmen rund 160 Personen an den Aktivitäten teil.
Durch die Förderung von Selbstbestimmung, Wissen und gesellschaftlichem Engagement unterstützte die ANI Charity Foundation nicht nur betroffene Frauen, sondern stärkte sie auch als Führungspersönlichkeiten in der Bewegung für Gleichberechtigung, Sicherheit und die vollständige Abschaffung von FGM/C.





